Schulgeschichte1569 - 1671
|
Erste Beschulung im alten Pfarrhaus In den evangelischen Dörfern wurden die Schulen ziemlich früh eingeführt. Martin Luther hatte die Bibel ins Deutsche übersetzt, um den Christen die Möglichkeit zu geben, selber das Wort Gottes in ihrer Sprache zu lesen. Dazu musste man dem einfachen Volk erst das Lesen beibringen. Deshalb rief Luther dazu auf, christliche Schulen einzurichten, was dann in jener Zeit die Aufgabe der Geistlichen war. So wurde in Steinheim durch Pfarrer Mathias Wulstruph (von Erfurt) im Jahre 1569 der Schulunterricht eingeführt und auch von ihm selbst gehalten. Seine Nachfolger hielten bis etwa 1627 Schule. Danach wird als erster Steinheimer Schulmeister der Bader Georg Reichlin genannt, der aber schon 2 Jahre später starb. Wegen der Kriegszeiten konnte erst ab 1650 Hans Ulrich Schieß als nächster Schulmeister eingesetzt werden. Er war daneben auch Mesmer, Vorsinger und Lodweber. |
|---|